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Wespen, Hornissen & Co.
So mancher gerät in Panik, wenn er ein Nest im Baum, im Schuppen oder auf dem Dachboden entdeckt und meldet sich besorgt bei der Feuerwehr.
Doch die Angst ist meist unbegründet: Hornissen, Wespen und Hummeln sind friedfertig, solange sie in Ruhe gelassen werden. Prüfen Sie sachlich, ob eine friedliche Koexistenz zwischen den Tieren und
Ihnen möglich ist und versuchen Sie die Nützlinge zu tolerieren.
Mythen:
Drei Stiche töten einen Menschen und fünf Stiche können ein Pferd töten, ist widerlegter Aberglaube, beruhigen die Experten.
Kleiner Trost:
Wespenvölker überleben den Winter nicht.
Wespen, Hornissen und Wildbienen unterliegen den allgemeinen Artenschutzbestimmungen. Ohne vernünftigen Grund dürfen die Lebensstätten aller wildlebenden Tierarten nicht beeinträchtigt oder zerstört
werden. Besonders strenge Schutzbestimmungen des Bundesartenschutzgesetzes gelten u.a. für bestimmte Wespenarten, wie z.B. Hornissen und alle Wildbienen, zu denen auch Hummeln gehören, die in ihrem Bestand
gefährdet sind. Um die Insekten nicht zu stören, ist ein Mindestabstand von 3-4 m angebracht. Auf keinen Fall dürfen Nester eigenhändig beseitigt werden. Nur, wenn Gefahr für Menschenleben besteht, sollten
Fachleute zu Hilfe gerufen werden.
Jedoch nicht die Feuerwehr.
Hier bekommen Sie Beratung und Hilfe:
Für Bienen = Imker
Für Wespen und Hornissen = Schädlingsbekämpfer
Wer ein Hummel- oder Hornissennest umsetzen möchte, braucht eine Ausnahmegenehmigung. Diese Genehmigung wird nur erteilt, wenn die Nester eine akute Gefährdung darstellen oder gemeinwirtschaftlicher
Schaden zu befürchten ist.
Allgemeine Tipps:
Mit einer Schale Zuckerwasser lassen sich Wespen, meist weit weg von der Sitzecke und dem Nachmittagskuchen, locken.
Halten Sie sich mit einen Mindestabstand von 3-4 m von dem Nest fern.
Wenn Hornissen angreifen, sollte man sich ohne heftige Bewegungen zurückziehen. Die großen Brummer sind auch nachts aktiv und werden vom Licht angezogen. Marmeladenbrötchen und Limonade locken sie
nicht - sie ernähren sich von Insekten und Pflanzensäften.
Insektenstiche mit Eis kühlen. Auch das Auflegen einer aufgeschnittenen Zwiebel kann eine Schwellung lindern. In schlimmen Fällen zum Arzt gehen.
Wer nach einem Insektenstich mit Margen-Darm-Krämpfen oder Herzrasen reagiert, ist allergisch und sollte sofort den Notarzt (112) rufen.
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